Fasten geht nur freiwillig

Jemanden zum Fasten zu zwingen, macht nicht viel Sinn. Weder aus der Familie noch von ärztlicher Seite kann man einen Menschen dazu bewegen, etwas an seiner Lebenseinstellung, seiner Ernährung, seinem Gewicht zu verändern. Nicht nur das Fasten, sondern auch die Veränderung im Leben in Richtung Gesundheit und Fitness muss aus freiem Willen geschehen, denn sonst macht das Ganze keinen Sinn.

Mit halbem Herzen und ohne freien Entschluss an das Fasten heran zu gehen, ist deshalb zwecklos, weil man auf diese Weise das Durchhaltevermögen nur unter höchster Selbstbeherrschung aufbringen kann. Eigentlich ist man chancenlos, den inneren Schweinehund überwinden zu können, wenn man gegen seine Überzeugung mit dem Fasten beginnt. Ohne Willenskraft ist es einfach nur überflüssig, überhaupt einen Gedanken an das Fasten zu verschwenden. Die Verlockungen von Imbissbuden, Inhalt des Kühlschranks und den Regalen im Supermarkt sind viel zu groß, als dass man an ihnen vorüber gehen könnte, wenn man dies eigentlich ja gar nicht will.

Es bringt also weder dem Arzt noch besorgten Verwandten etwas, dauernd auf einen Menschen einzureden, dass er doch fasten solle. Man redet gegen taube Ohren, was ja nichts als müßig ist. Sicher kann immer wieder ein Versuch gestartet werden, jemanden mit vernünftigen Argumenten davon zu überzeugen, dass er sehr ungesund lebt. Ein dringender Einschnitt, wie das Fasten, ist sicher für manche der letzte Schritt, um die Ernährung dauerhaft umstellen zu können. Dennoch schafft man es manchmal nicht, ohne ein eindeutiges Warnzeichen des Körpers. Leider müssen alle dabei zusehen, wie sich jemand auf diese Weise mit fettem und übermäßigem Essen zugrunde richtet, denn Worte helfen nur, wenn sie auch gehört werden. Zwang bringt hier gar nichts.

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