Fasten und versteckte Schätze

Jeder der sich schon einmal ernsthaft mit Fasten beschäftigt hat, also eine Diät gemacht hat, wird wohl wissen, was mit den versteckten Schätzen gemeint ist. Nimmt man zum Beispiel einen normalen Friseursalon für Damen her und beschäftigt sich einmal etwas näher mit den Gesprächen, die dort stattfinden, so wird man ziemlich häufig das Wort Fasten heraushören können. Fasten ist wahrscheinlich sogar das Thema Nummer eins in diesen Salons. Jede der Kundinnen hat ihr ganz persönliches Erfolgsrezept, was das Verlieren von Gewicht angeht. Viele dieser Erfolgsrezepte orientieren sich übrigens an den Rezepten, die von vielen Frauenzeitschriften veröffentlicht werden.

Allerdings gibt es auch andere Methoden, um durch Fasten zum Erfolg zu kommen. So reduzieren viele Menschen ganz einfach die Menge der aufgenommen Nahrungsmittel. Das ist an und für sich keine schlechte Idee. Wenn hier eben nicht die Stunde der versteckten Schätze schlagen würde. Diese versteckten Schätze haben nämlich so gut wie immer einen sehr großen Nachteil. Sie haben sehr viele Kalorien. Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat, kennt sicher alle geeigneten Verstecke im Haus, um leckere Abwechslung vom harten Alltag der Diät vor den Blicken der neugierigen Familienmitglieder zu verbergen. Selbstverständlich gibt es auch die etwas offensichtlicheren Verstecke, die man dann allerdings auch nicht mehr Verstecke nennen kann.

Überfällt einem beim Fasten ein Hungergefühl, das außerhalb der von der Diät vorgegebenen Reihe der Nahrungsmittelaufnahme liegt, ist bei den meisten Menschen der Kühlschrank Ansprechpartner Nummer eins. Da der Kühlschrank nicht nur für denjenigen, der die Diät durchführt zur Verfügung steht, sondern auch für die anderen Mitglieder der Familie, ist dieser auch meist mit den unterschiedlichsten Leckereien gefüllt. Diese stimmen zwar nicht mit dem Diätplan überein, wohl aber mit dem Plan, den der vom Fasten hungrige Mensch hat. So macht dieser Mensch sich also im Kühlschrank auf die Suche und wird zumeist auch schnell fündig.

Das Fasten kann warten, wenn man im Kühlschrank ein appetitlich aussehendes Stück Torte entdeckt. Diese verlangt geradezu danach, gegessen zu werden - und man wird dem Stück Torte diesen Gefallen auch gerne tun. Meldet sich dann später der eigentliche Besitzer des Stücks Torte und fragt nach, was aus ihm geworden ist, kann man sich beruhigt auf seine Diät berufen. Man kann nicht derjenige sein, der die Torte gegessen hat, denn schließlich muss man sich ja an seinen Diätplan halten. Für den Fall, dass der Kühlschrank, aus welchen Gründen auch immer, nichts anbieten kann, legt sich derjenige, der eine Diät durchführt einen kleinen Vorrat an Leckereien an. Dieser Vorrat wird meistens über das ganze Haus verteilt.

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