Diabetes Ernährung zwischen Dürfen und Müssen

Ein Diabetiker oder Zuckerkranker, wie die Krankheit im Volksmund ja genannt wird, muss eine spezielle Diabetes Ernährung einhalten. Zwar ist das Reglement nicht mehr so streng, wie es noch zu jenen Zeiten war, als noch die herkömmlichen Insuline verwendet wurden; dennoch muss auch mit der Kombination aus Langzeitinsulin und Mahlzeiteninsulin einiges bei der Ernährung beachtet werden.

Ein Über- oder Unterzucker, die in der medizinischen Fachsprache Hyperglycämie und Hypoglycämie genannt werden, haben Folgen, die sogar lebensbedrohlich sein können. Deswegen ist es wichtig, bei Diabetes Ernährung und Insulingabe so aufeinander abzustimmen, dass man keinen von beiden Zuständen erreicht. Dauernder Unterzucker birgt vor allem beim Autofahren und beim täglichen Leben Risiken: Eine Ohnmacht beim Autofahren kann nicht nur das eigene Leben gefährden. Auch der Überzucker hat Folgen bis hin zum Koma, löst jedoch auch Gefäßerkrankungen aus und steigert so mittelfristig das Herzinfarktrisiko und andere lebensbedrohliche Krankheiten.

Im Rahmen der Diabetes Ernährung darf ein erkrankter Mensch also nicht auf Kohlenhydrate verzichten, muss jedoch darauf achten, dass die Zuckerwerte, die durch deren Genuss in die Höhe schnellen, nicht zu hoch sind. Dazu muss der Diabetiker vor allem wissen, welche Art von Zucker in welcher Menge in den verschiedensten Lebensmitteln enthalten ist. Kaum ein Mensch weiß beispielsweise, dass im Orangensaft beinahe gleichviel Zucker enthalten ist, wie in ungesunder Cola.

Nach der Diagnose wird der Zuckerwert eingestellt, das heißt, unter ärztlicher Aufsicht ein Insulin-Ernährungsplan erstellt. Das Langzeitinsulin senkt den durchschnittlichen Tageswert, das Mahlzeiteninsulin senkt den Zuckerwert nach dem Essen. Diabetes Ernährung muss nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten; akzeptiert man die Krankheit als einfache Gegebenheit, und sieht sie mit etwas Disziplin einfach als täglichen Begleiter, kann man ohne Probleme ein langes und gesundes Leben ohne Spätfolgen, wie Durchblutungsstörungen und anderen führen.

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